Sie sind noch “radlos”? Das muss nicht sein!

Die Idee des Jobrads wird immer beliebter! Aber was viele noch gar nicht wissen: Das Fahren eines Jobbikes bringt Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber steuerliche Vorteile.

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Kalender 23. Juni 2021
2 Min.

Dienstwagen gegen Jobrad?

Die Idee des Jobrads wird immer beliebter und immer öfter bieten Arbeitgebern ihren
Arbeitnehmern die Möglichkeit, den Dienstwagen gegen ein Dienstrad auszutauschen.
Denn wer morgens mit dem Rad zur Arbeit fährt, fördert nicht nur seine Gesundheit, sondern
schützt zudem die Umwelt und spart Zeit im alltäglichen Berufsverkehr.

Was viele noch gar nicht wissen: Das Fahren eines Jobbikes wird seit 2012 vom Staat
finanziell begünstigt und bringt somit Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber steuerliche
Vorteile.

Entscheidet sich der Arbeitgeber, dem Arbeitnehmer ein Jobrad zur Verfügung zu stellen, kann er
ihm dieses per Barlohnumwandlung oder als Gehaltsextra anbieten.

Dienstrad per Barlohnumwandlung?

Bei der Barlohnumwandlung, auch Gehalts- oder Entgeltumwandlung genannt, wird ein Teil des
monatlichen Gehalts gegen eine Sachleistung, in diesem Falle das Fahrrad, ausgetauscht.
Für den Betrag der Sachleistung fallen im Gegensatz zum restlichen Lohn keine Steuern an.
Lediglich die private Nutzung, der geldwerte Vorteil, muss versteuert werden.
Seit 2020 entspricht dies beim Dienstfahrrad 0,25% des auf volle 100€ abgerundeten
Listenpreises. Vor allem im Vergleich zu einem Dienstwagen, den es aufgrund der 1%-Regel mit
1% zu versteuern gilt, wird deutlich, dass es sich bei dem Dienstrad um die günstigere Variante
handelt. Alternativ zu den 0,25% besteht weiterhin die Option eines Fahrtenbuchs, in dem der
Arbeitnehmer alle zurückgelegten Fahrten aufführt.

Dienstrad als Gehaltsextra

Des Weiteren hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, dem Arbeitnehmer das Dienstrad als
Gehaltsextra zu überlassen.
Bietet der Arbeitgeber das Jobrad zusätzlich zum vereinbarten Gehalt an und erklärt sich bereit,
alle anfallenden Ausgaben zu übernehmen, fährt der Arbeitnehmer steuerfrei.


Wie sieht es mit der Entfernungspauschale aus?

Gegenüber einem Dienstwagen, fallen beim Jobrad keine Steuern für den Anfahrtsweg zur
Arbeitsstätte an. Der Arbeitnehmer kann sogar – ebenso wie beim Auto auf die
Entfernungspauschale von 30 Cent pro Kilometer Arbeitsweg zurückgreifen.
Wird die Pauschale in der Steuererklärung als ,,Werbungskosten‘‘ gekennzeichnet, kann sie in der
Steuererklärung abgesetzt werden.


Welche Fahrräder eignen sich?

Als Dienstrad kommen alle Fahrräder, E-Bikes und Pedelecs mit einer Motorleistung unter
25 km/h in Frage. Zweiräder, deren Motoren höhere Geschwindigkeiten unterstützen, zählen zu
den Kraftfahrzeugen und fallen unter die 1%-Regelung.


Welche Vorteile hat der Arbeitnehmer?

Die steigende Beliebtheit des Dienstrades hängt vor allem damit zusammen, dass der
Arbeitnehmer das Rad sowohl beruflich als auch privat nutzen darf und so bis zu 40% gegenüber
einem Privatkauf einsparen kann. Je nach Überlassungsvertrag kann sogar die Familie das Rad
mitbenutzen. Hinzu kommt, dass man mit dem Fahrrad deutlich umweltfreundlicher unterwegs ist
und insbesondere in viel befahrenen Gegenden die Möglichkeit hat, den Berufsverkehr und die
morgendliche Parkplatzsuche zu umgehen.
Außerdem gilt: Wer jeden Morgen zur Arbeit radelt, fördert vor allem seine Gesundheit und
ist im Job leistungsstärker.

Gibt es auch Vorteile für den Arbeitgeber?

Stellt der Arbeitgeber den Arbeitnehmern statt eines Dienstwagens ein Dienstrad zur Verfügung,
kann auch er seine Steuerlast verringern, da alle beim Kauf anfallenden Ausgaben als
Betriebsausgaben abgesetzt werden können.
Das Weiteren steigert der Arbeitgeber durch das Anbieten eines Dienstfahrrades die Attraktivität
seines Unternehmens gegenüber der Konkurrenz.


Was ist besser Dienstrad leasen oder kaufen?

Sowohl beim Leasing als auch beim Kauf können die Ausgaben vom Arbeitgeber als
Betriebsausgaben abgesetzt werden. Entscheidet er sich für einen Kauf hat er sieben Jahre Zeit
die Kosten abzusetzen.
Beim Leasing hat der Arbeitgeber den Vorteil, dass durch die monatlich zu zahlenden Raten keine
hohen momentanen Kosten anfallen und er daher die Ausgaben optimal im Auge behalten kann.
Darüber hinaus enthalten Leasingverträge meist zusätzliche Leistungen wie Versicherung und
Reparatur, die bei einem Direktkauf nicht mit einbegriffen sind.

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